Merle Schaack

Volontärin Kieler Nachrichten

Vor dem Volontariat habe ich …

meinen Bachelor of Arts in Deutsch und Skandinavistik gemacht und nebenbei als freie Mitarbeiterin für die Sportredaktion der Kieler Nachrichten gearbeitet.

Größte Herausforderung

Für eine Serie sollte ich einen Kneipenbesitzer porträtieren. Ein echtes Kieler Original, sagten die Kollegen. Ich kannte weder die Kneipe noch ihn. Wir machten einen Termin aus, und als ich abends mit Block und Stift und in Begleitung eines Fotografen bei ihm auftauchte, ließ er sich bereitwillig ablichten. Ihm seinen Lebenslauf zu entlocken war deutlich schwieriger. Er entpuppte sich als wortkarger Schleswig-Holsteiner, wie er im Buche steht, der bescheiden seinen Job machte und nicht das Gefühl hatte, etwas Besonderes zu sein. Sechs Gäste waren ihm außerdem zu viel, um noch nebenbei ein Interview zu führen. Nach einem Abend zwischen den Stammkunden am Tresen hatte ich ein grobes Bild vom Wirt, aber noch immer keinen zitierfähigen Satz. Immerhin, gegen Mitternacht lud er mich ein, am nächsten Abend wiederzukommen. Nach zwei Kneipenabenden hatte ich schließlich genug Stoff für mein Porträt. Eine zeitintensive Recherche – aber sie hat sich gelohnt.

Größter Flop

Mitten im Interview mit einem Handball-Torhüter nach einem Champions-League-Spiel des THW Kiel fiel mir eine Frage ein, die ich ihm unbedingt noch stellen wollte. Ich wartete also auf den passenden Moment, und als der kam, sagte ich „Eine letzte Frage noch“ – doch sie fiel mir partout nicht mehr ein. Unangenehm, aber er hat es zum Glück mit Humor genommen und meinte nur: „Kein Problem, ich komme später nochmal wieder.“

Spannendstes Erlebnis

Die Endrunde um die Handball-Champions-League, bei der ich einen Sportredakteur unterstützt habe. Das größte Event im Vereinshandball, ein für Handballverhältnisse riesiges Medienaufgebot und spannende Spiele – also ein Wochenende Arbeit unter Hochdruck. Davon so schnell wie möglich online zu berichten, in der Mixed-Zone auf Stimmenfang zu gehen, Fan-Geschichten zu recherchieren und schließlich alles für die Montagsausgabe auf drei Print-Seiten zu bringen, war eine tolle Erfahrung.

Journalismus ist für mich …

gleichzeitig Chance und Pflicht, hinter Türen zu schauen, die anderen sonst verschlossen bleiben würden.

Alle Buddies

Jan Heemann

Jan Heemann

Volontär Neue Presse

Journalismus ist für mich...
die Sorgfaltspflicht und Notwendigkeit auch mal eine Geschichte zu erzählen, von der vielleicht nicht jeder versteht, warum das unbedingt gedruckt werden muss. Es gibt kaum ein Thema, für das sich niemand interessiert und umso dankbarer sind Leser, deren Interessen über Weltpolitik und Katzenvideos hinausgehen.

Merle Schaack

Merle Schaack

Volontärin Kieler Nachrichten

Journalismus ist für mich...
gleichzeitig Chance und Pflicht, hinter Türen zu schauen, die anderen sonst verschlossen bleiben würden.

Jan Dresing

Jan Dresing

Volontär Lübecker Nachrichten

Journalismus ist für mich:
ein bedeutender Teil unserer Gesellschaft. Er ist dabei gut recherchiert, kritisch, glaubwürdig und meinungsstark. Der Journalist ist heute mehr denn je als Übersetzer gefragt. Er ordnet die unzähligen Informationen ein, die auf uns alle einprasseln, und stellt sie in Zusammenhänge – gerade in Zeiten von „Fake News“ und Filterblasen eine unersetzliche Aufgabe.

Lisa Neumann

Lisa Neumann

Volontärin Märkische Allgemeine Zeitung

Journalismus ist für mich...
jeden Tag etwas anderes und was neues. Hinter die Kulissen blicken und den Lesern tolle Geschichten erzählen. Sich aber auch gleichzeitig für die Leser als Mittler einzusetzen.

Nils Oehlschläger

Nils Oehlschläger

Volontär Hannoversche Allgemeine Zeitung

Journalismus ist für mich...
nicht zu ersetzen. Es ist egal, wie vernetzt die digitale Welt inzwischen ist. Menschen, die darin ausgebildet sind, wahr von falsch und gut von böse zu unterscheiden, müssen die Mächtigen überwachen, kontrollieren und in ihre Schranken weisen – oder einfach mal loben, wenn es angebracht ist. Nicht zuletzt muss Journalismus einfach Spaß machen, dem Redakteur und dem Leser gleichermaßen.

Linda Tonn

Linda Tonn

Volontärin Hannoversche Allgemeine Zeitung

Journalismus ist für mich...
der beste Beruf überhaupt! Man kommt mit so vielen spannenden Menschen und Themen in Berührung, lernt die Welt ganz neu kennen, kein Tag ist wie der andere, man darf mit Medien herumexperimentieren und so viele Fragen stellen, wie einem einfallen.

Alexander Salenko

Alexander Salenko

Volontär Ostsee-Zeitung

Journalismus ist für mich...
das verbindende Element zwischen unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft. Besonders heute, im Zeitalter allgemein verfügbarer aktueller und gleichzeitig ungeprüfter Informationen, müssen Medien mehr denn je Qualitätsstandards einhalten und eine verlässliche Informationsquelle sein.

Bastian Fischer

Bastian Fischer

Volontär Leipziger Volkszeitung

Journalismus ist für mich...
nah am Leser zu sein und immer ein Auge auf die eigene Umgebung zu werfen. Die spannendsten Geschichten und interessantesten Charaktere verbergen sich nämlich meistens direkt vor der eigenen Nase - und verdienen es umso mehr, vorgestellt oder erzählt zu werden!