Lennart Hecht

Volontär Schaumburger Nachrichten

Vor dem Volontariat habe ich

ein halbes Jahr lang Australien bereist und anschließend in Wilhelmshaven Medienwirtschaft & Journalismus studiert. Mein Herz an den Lokaljournalismus habe ich während dieser Studienzeit beim Jeverschen Wochenblatt (tatsächlich eine Tageszeitung!) verloren, wo ich zunächst als Praktikant und später als freier Mitarbeiter tätig war, ab dem ersten Tag ins kalte Wasser geworfen wurde und mich mit einer eigenen Kolumne von Beginn an auch selbst verwirklichen durfte.

Während der VoloClass

war ich in jeder noch so kurzen Pause der erste am Kicker und nicht selten einer der letzten, die unsere Campus-Räume Abends lange nach offiziellem Vorlesungsende verlassen haben – zwischendurch aber auch mal am Unterricht beteiligt.

Mein Aha-Erlebnis

war die Erkenntnis, dass man es als Journalist ohne ein breites und funktionierendes Netz aus Kontakten schwer hat. Umso mehr freue ich mich, mein Volontariat nun bei den Schaumburger Nachrichten und damit in meiner Heimat zu absolvieren, wo ich in puncto Netzwerk nicht ganz bei Null beginnen muss.

Größter Flop

In einer meiner ersten Wochen in unserer Redaktion in Stadthagen hatte ich im Rahmen einer Filmvorführung die Gelegenheit, einen Holocaust-Überlebenden für ein längeres Interview zu treffen. Ein vielversprechender Termin, für den ich meinen Feierabend gerne ein paar Stunden nach hinten verlegt habe. Beflügelt von einem beeindruckenden Gespräch setzte ich mich am folgenden Morgen an den Artikel und gab mir große Mühe, die bewegte Lebensgeschichte des Mannes angemessen wiederzugeben. Dabei spielte unter anderem auch das Vernichtungslager Kulmhof im von den Nationalsozialisten besetzten Polen eine Rolle, den Einschub mit der deutschen Besatzungsmacht blieb ich jedoch schuldig. Die Konsequenz: Am folgenden Tag erreichten uns unzählige Leserbriefe aus halb Europa mit dem nicht immer sachlich vorgetragenen Hinweis, dass es sich bei dem KZ selbstverständlich nicht um eine polnische Einrichtung gehandelt habe. Auch das polnische Generalkonsulat meldete sich in unserer Redaktion.
Ein ungeschickter Flüchtigkeitsfehler – im Endeffekt war die gewaltige Reaktion auf meine Formulierung aber mehr eine Lehre als ein Flop: In Zukunft werde ich noch sorgfältiger jedes Wort abwägen, um Missverständnisse wie dieses zu vermeiden – und mit großer Sicherheit nicht noch einmal in Verlegenheit kommen, im Kontext des Holocausts von „polnischen Lagern“ zu schreiben.

Journalismus ist für mich …

mehr Berufung als Beruf, in erster Linie aber untrennbar mit einer enormen Verantwortung verbunden. Täglich aus einer Flut von Informationen zu filtern und den Lesern ein Best-of zu präsentieren, ist eine ebenso wichtige wie anspruchsvolle Aufgabe. Das dabei nicht jede Information gedruckt werden kann und darf, gehört dazu. Umso mehr ist es ein guter Journalist seinen Lesern in meinen Augen aber schuldig, transparent offenzulegen, wie in Redaktionen gearbeitet wird, und warum es eben nicht jede Nachricht in die Zeitung schafft.

Alle Buddies

Tomma Petersen

Tomma Petersen

Volontärin Hannoversche Allgemeine Zeitung

Journalismus ist für mich ...
einfach alles. Das Zusammenspiel von geschriebenen Nachrichten, Geschichten, Fotos, Videos und Ton. Jeden Tag kann ich neue Dinge erleben und ausprobieren. So trifft man Menschen und kommt an Orte, die einem im Alltag verborgen bleiben würden.

Maria Sandig

Maria Sandig

Volontärin Leipziger Volkszeitung

Journalismus ist für mich ...
die beste Berufung der Welt. Die Zeit vergeht wie im Flug, ich kann kommunizieren, mich und meine Leser informieren und Missstände aufdecken. Journalismus verbindet all das, was ich mir von einem Beruf wünsche.

Lennart Hecht

Lennart Hecht

Volontär Schaumburger Nachrichten

Journalismus ist für mich ...
mehr Berufung als Beruf, in erster Linie aber untrennbar mit einer enormen Verantwortung verbunden. Täglich aus einer Flut von Informationen zu filtern und den Lesern ein Best-of zu präsentieren, ist eine ebenso wichtige wie anspruchsvolle Aufgabe. Das dabei nicht jede Information gedruckt werden kann und darf, gehört dazu. Umso mehr ist es ein guter Journalist seinen Lesern in meinen Augen aber schuldig, transparent offenzulegen, wie in Redaktionen gearbeitet wird und warum es eben nicht jede Nachricht in die Zeitung schafft.

Christoph Höland

Christoph Höland

Volontär Göttinger Tageblatt

Journalismus ist für mich ...
den Menschen Einblicke in das zu vermitteln, was sie nicht unmittelbar erleben. Und ihnen so die Möglichkeit zu geben, mitzureden - egal ob es um Politik, Sport, Soziales oder Kultur geht.

Frederike Müller

Frederike Müller

Volontärin Wolfsburger Allgemeine Zeitung

Journalismus ist für mich ...
die perfekte Möglichkeit, mich immer wieder in andere Menschen, Sichtweisen und Interessen zu versetzen.

Lisa-Marie Leuteritz

Lisa-Marie Leuteritz

Volontärin Dresdner Neuste Nachrichten

Journalismus ist für mich ...
jeden Tag anders. Mal unglaublich anstrengend und mitunter auch frustrierend und im nächsten Atemzug wieder total aufregend. Die Tatsache, dass ich immer wieder neue Menschen kennenlerne, Geschichten erfahre und aufschreiben darf, ist großartig.

Janik Marx

Janik Marx

Volontär Neue Presse

Journalismus ist für mich ...
trotz gegenteiliger Meinungen immer noch ein Beruf mit guter Perspektive. Journalisten und Medien werden sich in vielerlei Hinsicht zwar neu erfinden müssen. Doch gerade bei diesem Prozess dabei zu sein und ihn begleiten zu können, ist für mich unglaublich spannend. Denn sicher wollen die Menschen auch in 20 Jahren noch unabhängig und objektiv informiert werden.

Saskia Hassink

Saskia Hassink

Volontärin Lübecker Nachrichten

Journalismus ist für mich ...
wichtig! Gerade in Zeiten von Fake-News und Social Media spielt Journalismus eine immer größere Rolle. Irgendjemand muss schließlich selektieren können, welche Nachrichten wahr und welche nur der Fantasie entsprungen sind.

Dana Frohbös

Dana Frohbös

Volontärin Ostsee-Zeitung

Journalismus ist für mich...
so umfassend wie kaum ein anderes Berufsfeld. Man ist drinnen, man ist draußen. Man liest, man schreibt, man fotografiert, man filmt, man lernt so viele Menschen kennen. Und darüber freut man sich am Ende eines jeden Arbeitstages.

Gunnar Müller

Gunnar Müller

Volontär Segeberger Zeitung

Journalismus ist für mich ...
einer der spannendsten und vielseitigsten Berufe überhaupt. Eine Art Vermittler zwischen Lesern sowie Politik und Verwaltung; eine Art Lehrer, der oft abstrakte Zusammenhänge verständlich übersetzt; ein Wahrheitssucher, der Quellen und Argumente auf Stichhaltigkeit abwägt; ein Aufklärer, der auf Missstände hinweist; ein Gestalter, der Bild und Text zusammenbringt; ein Kameramann und Fotograf, der Momente festhält.

Ansgar Nehls

Ansgar Nehls

Volontär Märkische Allgemeine Zeitung

Journalismus ist für mich ...
der beste Job der Welt. Schon in meinen ersten drei Monaten bei der MAZ habe ich so viel Neues kennenlernen dürfen. Ich war in einem SmartHome in Berlin, habe zusammen mit einem Olympiateilnehmer zum ersten Mal gefochten und an einer Multimedia-Geschichte über eine umstrittene Kirche mitgearbeitet. In welchem anderen Job erlebt man so eine Abwechslung?

Marco Nehmer

Marco Nehmer

Volontär Kieler Nachrichten

Journalismus ist für mich ...
das Bekenntnis, hinzuschauen. Vielleicht kann man mit dem Stift in der Hand nicht immer die Welt verändern, aber man kann ihre Konturen nachzeichnen und für den Leser verstehbar machen.