Vor dem Volontariat habe ich …

einen Master in Geschichtswissenschaft an der Universität Bielefeld gemacht. Und während des Studiums habe ich die ersten Erfahrungen im Journalismus gesammelt – ganz klassisch im Lokalen: Bei einer ostwestfälischen Tageszeitung absolvierte ich erst ein Praktikum, dann arbeitete ich als freier Mitarbeiter und später als Pauschalist. Für einen Abstecher ging es als Praktikant zu Gruner+Jahr nach Hamburg.

Größte Herausforderung

Lokaljournalismus lebt von seiner Tagesaktualität. Oft wird erst in der Mittagskonferenz entschieden, was am nächsten Tag in der Zeitung stehen soll. Daher ist es wichtig, sich schnell in – manchmal auch unbekannte – Themen einarbeiten zu können.

Größter Flop

Bei einem abendlichen Vortrag sollte ich als freier Mitarbeiter vorab ein Foto vom Referenten machen. Ein Standard-Motiv. Doch der dunkelrote, angestrahlte Vorhang gab dem Bild einen Hauch von Festlichkeit. Am nächsten Morgen der Schock: Als ich die Bilder einlesen wollte, war der Karten-Slot an der Kamera leer. Die Fotos vom Referenten? Gab es nicht. Zunächst musste ich die Peinlichkeit dem Lokalchef beichten. Danach bat ich den Veranstalter verschämt um ein Porträtfoto des Referenten. Seitdem gehe ich nie ohne zweite Speicherkarte los.

Spannendstes Erlebnis

Auf einer Pressereise in der Schweiz sollte ich als Praktikant den ehemaligen Fußballer Horst Eckel interviewen. Als Fußballfan wurde mir die Tragweite schlagartig bewusst: Horst Eckel – Weltmeister von 1954 – einer von zwei noch lebenden Protagonisten des „Wunders von Bern“. Im Luxushotel in Spiez war der Zeitplan eng getaktet. Ich hatte zehn Minuten für das Interview. Jetzt durfte wirklich nichts schiefgehen. Zuvor hatte ich bereits mindestens fünf Mal die Aufnahmefunktion meines Smartphones ausprobiert, meine Hände waren schweißnass. Als es endlich losging, lief alles problemlos. Ich war erleichtert. Und das sieht man mir auf dem Erinnerungsfoto mit der Fußballlegende auch an.

Journalismus ist für mich …

ein bedeutender Teil unserer Gesellschaft. Er ist dabei gut recherchiert, kritisch, glaubwürdig und meinungsstark. Der Journalist ist heute mehr denn je als Übersetzer gefragt. Er ordnet die unzähligen Informationen ein, die auf uns alle einprasseln, und stellt sie in Zusammenhänge – gerade in Zeiten von „Fake News“ und Filterblasen eine unersetzliche Aufgabe.

Alle Buddies

Jan Heemann

Jan Heemann

Volontär Neue Presse

Journalismus ist für mich...
die Sorgfaltspflicht und Notwendigkeit auch mal eine Geschichte zu erzählen, von der vielleicht nicht jeder versteht, warum das unbedingt gedruckt werden muss. Es gibt kaum ein Thema, für das sich niemand interessiert und umso dankbarer sind Leser, deren Interessen über Weltpolitik und Katzenvideos hinausgehen.

Merle Schaack

Merle Schaack

Volontärin Kieler Nachrichten

Journalismus ist für mich...
gleichzeitig Chance und Pflicht, hinter Türen zu schauen, die anderen sonst verschlossen bleiben würden.

Jan Dresing

Jan Dresing

Volontär Lübecker Nachrichten

Journalismus ist für mich:
ein bedeutender Teil unserer Gesellschaft. Er ist dabei gut recherchiert, kritisch, glaubwürdig und meinungsstark. Der Journalist ist heute mehr denn je als Übersetzer gefragt. Er ordnet die unzähligen Informationen ein, die auf uns alle einprasseln, und stellt sie in Zusammenhänge – gerade in Zeiten von „Fake News“ und Filterblasen eine unersetzliche Aufgabe.

Lisa Neumann

Lisa Neumann

Volontärin Märkische Allgemeine Zeitung

Journalismus ist für mich...
jeden Tag etwas anderes und was neues. Hinter die Kulissen blicken und den Lesern tolle Geschichten erzählen. Sich aber auch gleichzeitig für die Leser als Mittler einzusetzen.

Nils Oehlschläger

Nils Oehlschläger

Volontär Hannoversche Allgemeine Zeitung

Journalismus ist für mich...
nicht zu ersetzen. Es ist egal, wie vernetzt die digitale Welt inzwischen ist. Menschen, die darin ausgebildet sind, wahr von falsch und gut von böse zu unterscheiden, müssen die Mächtigen überwachen, kontrollieren und in ihre Schranken weisen – oder einfach mal loben, wenn es angebracht ist. Nicht zuletzt muss Journalismus einfach Spaß machen, dem Redakteur und dem Leser gleichermaßen.

Alexander Salenko

Alexander Salenko

Volontär Ostsee-Zeitung

Journalismus ist für mich...
das verbindende Element zwischen unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft. Besonders heute, im Zeitalter allgemein verfügbarer aktueller und gleichzeitig ungeprüfter Informationen, müssen Medien mehr denn je Qualitätsstandards einhalten und eine verlässliche Informationsquelle sein.

Bastian Fischer

Bastian Fischer

Volontär Leipziger Volkszeitung

Journalismus ist für mich...
nah am Leser zu sein und immer ein Auge auf die eigene Umgebung zu werfen. Die spannendsten Geschichten und interessantesten Charaktere verbergen sich nämlich meistens direkt vor der eigenen Nase - und verdienen es umso mehr, vorgestellt oder erzählt zu werden!