1000 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport feiern mit Journalisten beim Landespresseball in Rostock. Mittendrin: sechs Volontäre der OZ. Doch tanzen dürfen sie zunächst nicht.
Im Journalismus gibt es keine Kleiderordnung. Wenn die Kollegen einem was empfehlen, dann sind es bequeme Schuhe. Diesmal war aber alles anders. Die Ansage an die Volontäre lautete: „Zieht euch das schönste Kleid oder den besten Anzug an.“ Es ist Landespresseball.
Am 5. November feierten etwa 1000 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport mit Journalisten in der Rostocker Stadthalle. Eingeladen hatte der Presse-Club Mecklenburg-Vorpommern. Sein Vorsitzender, Michael Seidel, freute sich bei der Eröffnung über die ausgelassene Stimmung: „Das Jahr über streiten wir manchmal wie die Kesselflicker miteinander, aber heute trinken wir gemeinsam ein Bier.“
Das galt nicht für die sechs Volontäre der Ostsee-Zeitung. In Begleitung von Fotografen schlichen sie durch die feiernde Menge auf der Suche nach den größten Stars und den spannendsten Aussagen. Lange vor der Eröffnung des Büfetts holte sie ein Shuttle-Bus ab. Es ging zurück in die Redaktion. Denn noch am selben Abend musste die Presseball-Zeitung fertig werden. Das bedeutete gute Vorbereitung, hohe Konzentration und eine Menge Stress.
Schirmherrin der Veranstaltung war Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). Nach ihrem Appell für eine freie, unabhängige und unbequeme Presse eröffnete die Politikerin die Tanzfläche. Den ganzen Abend über blieb das Parkett gut gefüllt. Dafür sorgten die Berliner Sängerin Alexa Feser, die Musiker von den Heavytones, die durch Stefan Raabs Late-Night-Show „TV Total“ bekannt wurden, und die Backhaus Music Company.
Erst als die Gäste die frischgedruckte Zeitung in der Hand hielten, konnten auch die Volontäre entspannen. Gegen Mitternacht trudelten sie wieder beim Ball ein und feierten bis in die Morgenstunden.
Von Alexander Salenko und Ann-Christin Schneider